historisches Landschaftsbild

Geschichtliches

Von 1270 stammt der erste urkundlich gesicherter Nachweis des Dorfes Oberrad bei Frankfurt.

 

Im 16. Jahrhundert ist die Viehzucht Haupterwerbsquelle der Oberräder, dazu kommen Getreide-, Wein- und Obstanbau. Schließlich entstehen Gemüse-Gärtnereien, die von den fruchtbaren Böden nahe des Mains profitieren. Der Absatz von Obst und Gemüse ist durch den Bedarf der stetig wachsenden Stadt Frankfurt gesichert.

 

Im 18. Jahrhundert entdecken wohlhabende Frankfurter Bürger Oberrad als Standort für ihren Sommersitz, so zum Beispiel Johann Jacob Willemer, der 1785 die Gerbermühle pachtet. Hier feiert Goethe 1815 seinen 66. Geburtstag.

 

1884 fährt die erste elektrische Straßenbahn von der Alten Brücke in Frankfurt nach Oberrad, das nun zu einem beliebten Ausflugsziel wird.

 

1900 wird die selbstständige Landgemeinde Oberrad in die Stadt Frankfurt eingemeindet.

 

1927 wird die unter Stadtbaurat E. May erstellte Gärtnersiedlung "Im Teller" mit Wohn- und Gewächshäusern fertiggestellt.

 

1928 wird die Großmarkthalle im Frankfurter Ostend eröffnet. Die Oberräder Gärtnereien können nun ihre Produkte in der Großmarkthalle kostengünstig anbieten.

 

1939 bis 1945 arbeiten Kriegsgefangene in den Oberräder Gärtnereien.


1943 und 1944 wird der Stadtteil bei Bombenangriffen nahezu vollständig zerstört. Nahezu die gesamte Oberräder Bevölkerung wird obdachlos; auch die Gärtnereien werden zerstört.

 

Heute gilt Oberrad mit rund 12.000 Einwohnern als die "grüne Lunge" Frankfurts und trägt mit seinen zahlreichen Gärtnereien wesentlich zur lokalen Versorgung der Frankfurer Bevölkerung mit Obst und Gemüse bei. "Gartenfrisch aus Oberrad" ist ein Markenzeichen, zu dem sich auch die Gemüse-Gärntnerei Bärengarten bekennt.